| Der Chinese gegenüber, am abend |
Tönsberg nach Havnebakken, Dienstag, 15. Juli 2014
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Da es in den nächsten Tagen schwach windig sein soll, wollen wir eigentlich in einer der unzähligen schönen Buchten vor Anker gehen. Dann aber wieder typisch für die Fjorde: entweder Hack auf die Nase oder gar kein Wind von achtern. Heute Ersteres. Deswegen haben wir schon vor dem Ablegen aus unserer unmöglichen Kuschelecke (souveränes hin-und-her-und-so-rum-und-so-rum-und-vor-und-zurück-Manöver des Hr. Kapitän mit öffentlich bekundetem Beifall von Kollegen aus der Heimat :-) einen kleinen Hafen ausgesucht, zu dem wir uns mit Heinz verholen: Havnebakken. Hier gibt es gleich helfende Hände an der schon etwas maroden Pier und keinen Tourismus whatsoever, somit auch keinerlei Versorgung. Macht nix. Umso stiller ist es, und umso ernster schaut "Der Chinese" gegenüber drein, ein Felsen, in dem auch ein "Kleines Arschloch" wohnt, das sich in der Abendstille einen Ast ablacht.
Wind:
- S 5 Bft, in Böen 6
Und sonst:
- Selbst in Vorbeifahrt auf See gratulieren Norweger uns zum WM-Sieg: "Huhu!", suchen sie unsere Aufmerksamkeit und winken, "C-O-N-G-R-A-T-U-L-A-T-I-O-N-S!"
- Spaziergang bis zum Ende der Landzunge (noch nicht das Ende der Welt), wo private Hütten und Häuschen in Felsnischen, an und auf die Steine gebaut sind
- Zur guten Nacht wieder Stockhausen, wie er leibt und lebt und dann einschläft
- Die Drifter rollt im leichtesten Wind und wiegt uns sachte in den Schlaf
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