Donnerstag, 14. August 2014

Rückweg...



Astol nach Vrangö, Mittwoch, 30. Juli 2014
Zeitiger Aufbruch, 8:50. Die arbeitslosen metallenen Kleiderbügel veranstalten ein zärtlich-wehmütiges Abschiedsgeklimper im Schrank, wie ein Gammelangkonzert. Für morgen ist viel Wind angesagt, den wir in einem schönen und sicheren Hafen abwettern wollen. Wir beginnen jetzt, den Rückweg genauer zu planen; Strecken, verfügbare Zeit und Wetter müssen aufeinander abgestimmt werden. Je nachdem, wie sich das Tief entwickelt, werden wir Freitag oder Samstag weiter nach SE oder gar gleich nach Anholt gehen, und das ist schon so gut wie zuhause...

Der innere Skärenweg ist eine gute Wahl. Landschaftlich schön, gut betonnt, überschaubar eng, aber mit weiten Ausblicken. Heute können wir fast alles anliegen. Um 12:00 haben wir den Björkofjord hinter uns und fallen ab, um das Göteborgfahrwasser zu kreuzen. Vrangö erkennen wir einerseits wieder, dann aber auch wieder nicht. Eine feste Steinpier mit Badestelle grenzt das für uns neue Außenbecken zum Fahrwasser hin ab. Im inneren alten Hafen wären auch noch Liegeplätze gewesen, draußen liegt es sich aber schöner, obwohl es nur noch Plätze mit Heckanker gibt.  Wir besorgen uns den "Catch of the day", heute Kaisergranat, als Vorspeise für ein Resteessen: Spaghetti [Polonaise]. 

Bei recht frischem Wind (4-5 Bft) baden wir wie in einer Gegenstromanlage, aber das Wasser hat 23°C, und so ist es ein beglückendes Vergnügen. Als Kontrast dazu sickert langsam ins Bewusstsein, dass wir auf dem Rückweg sind, und das ruft nun eine merkwürdige Mischung von Gefühlen hervor, bei jedem eine andere, von Stimmungstief bis Vorfreude ist alles dabei. Sonnenuntergang an der zugigen Badestelle, bis es zu kühl wird. 

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